Abschiedsgottesdienst in Bözen

Familien mit Kindern, fröhlich schwatzende Jugendliche, vertraute Ehepaare, Einzelpersonen jeden Alters und festlich gekleidete Frauen in Tracht, die aussehen, als wären sie unterwegs an ein Trachtenfest: Würde man sich nicht in der Kirche treffen, wäre schwer zu erraten, was Grund für den Grossaufmarsch ist. Sie alle sind gekommen, um mit einem Festtagsgottesdienst Abschied von der Pfarrerin Katharina Thieme zu nehmen.

Katharina Thieme wurde am 29. April 2014 als Pfarrerin von Bözen in Pflicht genommen. Nach acht Jahren hat sie sich dazu entschieden, in einer grösseren Kirchgemeinde eine neue Herausforderung anzunehmen und den Weg für eine volle Pfarramt-Stelle frei zu machen. Am vergangenen Sonntag hiess es für Katharina Thieme und die reformierte Kirchgemeinde Abschied voneinander zu nehmen. Der Grossaufmarsch der Bevölkerung, Vertretern von umliegenden Kirchgemeinden und aus der Politik zeigte, dass es Katharina Thieme gelungen ist, zu den Leuten im Fricktal eine Beziehung aufzubauen und eine gemeinsame Geschichte zu schreiben.

Durchlässige Kirche
«An der Kirche Bözen habe ich neben dem wunderbaren Fensterbild auch die beiden klaren Fenster geschätzt, durch welche man ungezwungen hinein- und hinausschauen konnte. So durchlässig wie diese Fenster sollte auch die Kirche sein. Ein Hinein- oder ein Hinausgehen sollte jederzeit möglich sein», sinnierte Katharina Thieme. Ihr Schwergewicht auf dieses Hineingehen legte sie vor allem in der Jugendarbeit. Die anwesenden Jugendlichen dankten ihr beim Apéro nach dem Gottesdienst für die wertvolle gemeinsame Zeit und die unvergesslichen Parisreisen. Dekanin Christine Straberg, welche Katharina Thieme von ihrer Pflicht entband, dankte ihr mit den Worten: «Du kannst auf Menschen zugehen, sie annehmen wie sie sind, und auch die in die Kirche hineinholen, die sich von alleine nicht getraut hätten. Du gehst, aber du lässt die Leute der Kirchgemeinde nicht allein. Die Fröhlichkeit und das Miteinander bleiben». Da die neue Arbeitsstelle an einem See liegt, übergab sie ihr einen Gutschein von einem Bootsverleih. Ob damit gerudert, gesegelt oder gepaddelt wird, bleibt Katharina Thieme überlassen. Weiter dankte der Kirchenpflegepräsident, Rene Feierabend, Katharina Thieme. «Ich habe dich als eine grossartige Pfarrerin und wunderbare Kollegin erlebt». Humorvoll lud er sie, falls sie mal nach einem Kraftort suche, nach Bözen ein.

Beim anschliessenden Apéro durfte sich Katharina Thieme feiern lassen. Ein Kirschenbaum voll behängt mit guten Wünschen, verschiedene Geschenkkörbe, Blumen, der Gesang des ad hoc-Kirchenchors und viele herzliche Worte zeigten, dass Katharina Thieme zwar weiter geht und die verlässt, die ihr ans Herz gewachsen sind, doch es bleiben viele schöne Erinnerungen.

Text und Foto: Vreni Weber

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